Über Uns
PICUM – die Plattform für Internationale Kooperation zu Migranten ohne legalen Status (Undocumented Migrants), ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) zur Förderung der Respektierung der Menschenrechte von undokumentierten Migranten in Europa. PICUM sucht ebenfalls den Dialog mit Organisationen und Netzwerken in anderen Teilen der Welt mit ähnlichen Zielen.
PICUM bietet eine direkte Verbindung zwischen der Graswurzel-Ebene, wo die Erfahrungen der undokumentierten Migranten am besten sichtbar sind, und der europäischen Ebene, wo die auf sie bezogene Politik gemacht wird. PICUM berichtet, gestützt auf die Erfahrungen seiner Mitglieder über Themen von undokumentierten Migranten und beobachtet gleichzeitig die Entwicklungen innerhalb der europäischen Institutionen. Hiermit wird das Hauptaugenmerk für die Belange der undokumentierten Migranten in die Schlüsselpositionen der politischen Debatten eingebracht. Ausserdem wird dadurch sichergestellt, dass das PICUM-Netzwerk gut über die EU-Agenda informiert ist und sich um die Realisierung gerechter und fairer Strategien für undokumentierte Migranten bemühen kann.
PICUM gibt einen monatlichen Rundsbreif in sieben Sprachen heraus, der über Themen im Bereich der Menschenrechte von undokumentierten Migranten berichtet. Er wird im Netzwerk von PICUM an mehr als 2.400 bürgerliche Gesellschaften, Einzelpersonen und andere verteilt.
Geschichte
Die Initiative zur Gründung von PICUM wurde von mehreren Graswurzel-Organisatiaonen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland ergriffen, die undokumentierte Migranten auf den Gebieten Unterbringung, Gesundheitsfürsorge, Arbeitsrechte und Bildung unterstützen. Mit der Entwicklung des Allgemeinen Integrationsprogramms der Europäischen Union, das 1999 in Nachfolge der Vereinbarung von Tampere initiiert wurde, entdeckten diese Organisationen in der europäischen Politik ein echtes Vakuum in Bezug auf die humanitären Belange der undokumentierten Migranten. PICUM wurde gegründet, um sicherzustellen, dass die Politik der EU im Hinblick auf das Einwanderungsmanagement übereinstimmt mit den Verpflichtungen der Mitgliedsländer, die sie in ihren regionalen mit internationalen Menschenrechtsstandards übernommen haben.
Das Netzwerk von PICUM ist seit seiner Gründung im Jahr 2001 wesentlich gewachsen, und die Organisation hat eine Schlüsselrolle gespielt bei der Anhebung des Profils der undokumentierten Migranten in Europa. PICUM besteht nun als unabhängiges Netzwerk von über 100 Mitgliedsorganisationen und 105 Einzelmitgliedern, die humanitäre Unterstützung und Hilfe für undokumentierte Migranten in 25 Ländern in Europa und in anderen Regionen der Welt anbieten.
Organisationsstruktur
Die Struktur von PICUM ist dreigliedrig und besteht aus Sekretariat, Executive Commitee und Generalversammlung.
- Das Sekretariat
Das Tagesgeschäft von PICUM wird von seinem Direktor und der Belegschaft im Brüsseler Sekretariat geführt. Das Sekretariat erhält Hilfe von einem Netzwerk von Ehrenamtlichen aus ganz Europa, die die Arbeit von PICUM durch Informationen, Übersetzungsarbeiten und Organisieren von nationalen und lokalen Veranstaltungen unterstützen.
Für die Liste der derzeitigen Mitarbeiter bitte hier klicken.
- Executive Committee
Das Executive Committee (Excom) fungiert als Leitungsgremium des Sekretariats. Excom hat die Verantwortung, für die Steuerung der Ziele und der Planung von Arbeitsgebieten sowie für die Unterstützung des Sekretariats.
Für eine Liste der aktuellen Excom-Mitglieder bitte hier klicken.
- Die Generalversammlung
PICUM ist ein Netzwerk von Einzelpersonen und Organisationen, die undokumentierte Migranten in Europa unterstützen. Die Mitgliedschaft bei PICUM hat eine Doppelstruktur: Ordentliche Mitglieder (Einzelpersonen) und angeschlossene Mitglieder (Organisationen). Die jährliche Generalversammlung von PICUM ist ein Forum, bei dem ordentliche Mitglieder über wichtige Themen in Bezug auf Operation und Zukunftsplanung der Organisation abstimmen.
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